Was passiert bei einem Asthmaanfall?
Bei einem Asthmaanfall kommt es zu einer Entzündung und Verengung der Atemwege, was das Atmen erschwert. Einige Details dazu:
1. Entzündung:
Die Schleimhäute in den Bronchien (den Atemwegen in der Lunge) entzünden sich und schwellen an.
2. Verengung:
Die Muskeln, die die Bronchien umgeben, ziehen sich zusammen. Dies nennt man Bronchospasmus.
Diese drei Faktoren führen dazu, dass weniger Luft in die Lunge und aus ihr heraus strömen kann, welches dann die folgenden Symptome verursacht:
– Keuchen:
Ein pfeifendes Geräusch beim Atmen, besonders beim Ausatmen
– Husten:
Oft ein trockener Husten, der sich nachts oder früh am Morgen verschlimmert.
– Kurzatmigkeit:
Ein Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen
– Engegefühl in der Brust:
Ein Gefühl, als ob ein Band um die Brust geschnallt wäre
– Schwierigkeiten beim Ausatmen:
Es kann länger dauern, die Luft aus der Lunge zu bekommen.
Es gibt zwei Arten von Asthmaanfällen:
– Leichter Anfälle:
Die Symptome sind mild und klingen mit Medikamenten schnell ab.
– Schwere Anfälle:
Die Symptome sind stark und verschlimmern sich schnell. Dies ist ein medizinischer Notfall, welcher sofortige Behandlung erfordert.
Auslöser für Asthmaanfälle:
– Allergien: Pollen, Tierhaare usw.
– Reizstoffe: Rauch, Abgase, kalte Luft
– Infektionen: Erkältungen, Grippe
– Anstrengung: Sport, körperliche Aktivität
– Stress: Emotionale Belastung
– Medikamente: Aspirin, Betablocker
Erste Hilfe bei Asthmaanfällen:
1. Ruhe bewahren und beruhigend auf die Person einwirken. (Panik kann die Atmung zusätzlich erschweren).
2. Die betroffene Person in eine aufrechte Position bringen. (Dies erleichtert die Atmung. Oft hilft es, wenn sich die Person mit den Armen z.B. auf einem Tisch abstützt).
3. Nach dem Notfall-Inhalator fragen und bei der Anwendung helfen, falls nötig. (Die meisten Asthmatiker haben einen Inhalator mit einem schnell wirkenden Medikament dabei).
4. Frische Luft zuführen. (Wenn möglich Fenster öffnen).
5. Enge Kleidung öffnen. (Dies kann das Atmen erleichtern)
6.Lippenbremse anwenden lassen (sofern die Person damit vertraut ist) Beim Ausatmen die Lippen leicht aufeinanderpressen, sodass die Luft nur langsam entweichen kann. Das hilft, die Atemwege offen zu halten.
7. Rettungsdienst 144 rufen wenn:
– Es der erste Anfall ist
– Sich der Zustand nach Anwendung des Inhalator nicht innerhalb weniger Minuten verbessert
– Die Person zunehmend schlechter Luft bekommt
– Die Lippen oder Fingernägel blau werden (Zeichen von Sauerstoffmangel)
– die Person nicht mehr richtig sprechen kann oder verwirrt wirkt
– Die Person bewusstlos wird
– Der Notfall-Inhalator nicht vorhanden ist.